Theaterlabor
Theaterlabor: Wer führt hier?
30 Minuten beobachten, verändern, vergleichen und widersprechen.
Du bestimmst den Modus.
Raum, Tisch, Lesen oder Beobachten. Stoppen, aussetzen und wechseln jederzeit ohne Begründung. Kein Berühren, keine Nähe und kein Geräusch ohne Zustimmung. Keine autobiografische Aufgabe und kein Nachspielen von Diskriminierung oder Gewalt.
0–3 Min.
Modus wählen
1–8 Menschen. Raum, Tisch oder Papier. Ein ungefährlicher Alltagsgegenstand. Der neutrale Satz: „Das Licht bleibt an.“
3–6 Min.
Materialscan
Nur notieren: Was ist sichtbar? Was ist hörbar? Was verändert sich zeitlich?
6–13 Min.
Fassung A
Ordne Satz, Objekt und Geräusch oder Stille. Spiele oder lies 45–60 Sekunden. Noch keine Bedeutung zuschreiben.
13–20 Min.
Fassung B
Ändere genau eins: gleichzeitig statt nacheinander, ein Element wiederholen, Nähe oder Ferne ändern, ein Element auslassen.
20–24 Min.
Erst jetzt: Begriff öffnen
Was könnte postdramatisch heißen?
Eine umstrittene Betrachtungsweise für Theater, in dem dramatischer Text nicht selbstverständlich alle Mittel ordnet. Zeit, Raum, Körper, Klang, Dinge, Medien und Wahrnehmung können anders zusammenwirken. Das bedeutet weder automatisch „ohne Text“ noch eine richtige Spielweise.
Mit JavaScript: nach zwei beobachteten Fassungen freigeschaltet. Ohne JavaScript: Folge bitte der linearen Reihenfolge.
24–28 Min.
Eigene Dreizeilen-Partitur
Wer durfte entscheiden? Welche Arbeit blieb unsichtbar? Was erklärt der Begriff, was verdeckt er?
28–30 Min.
Ausgangszettel
Eine Beobachtung. Eine mögliche Deutung. Eine Gegenlesart. Eine offene Frage.
Gleichwertige ruhige Alternative
Alles sitzend am Tisch: Körper durch Papierposition, Geräusch durch die Karte STILLE und Nähe durch Kartenabstand ersetzen. Lesen, legen, zeichnen, beobachten und schreiben sind gleichwertige Rollen.
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