Stationen

Sechs Probebühnen

Keine Linie des Fortschritts: sechs belegte Konstellationen.

01

1966 · Frankfurt am Main

Wer spricht hier wen an?

Peter Handkes Sprechstück verschiebt die Aufmerksamkeit von einer dargestellten Fabel zur Sprache und zur realen Situation zwischen Bühne und Publikum.

02

1973/1978 · Wuppertal

Kann ein Raum mitspielen?

Café Müller macht Körper, Raum, Gegenstände, Musik und Wiederholung als eigenständige Spuren beobachtbar.

03

1977–1990 · Berlin · New York · Hamburg

Was bleibt vom Drama im Fragment?

Die Hamletmaschine zeigt: Text kann stark bleiben, während eine geschlossene Handlung, Figurenkontinuität und dramatische Welt zerfallen.

04

1999 · Frankfurt am Main

Wann wird eine Praxis zum Begriff?

Hans-Thies Lehmann bündelte ältere und zeitgenössische Praktiken in einer einflussreichen Theorie. Das Buch ist Karte, nicht Geburtsurkunde.

05

2012–2018 · Zürich · Brüssel · Essen · Bern · Genf · Berlin

Ist Anwesenheit schon Selbstbestimmung?

Disabled Theater macht professionelle behinderte Künstler:innen sichtbar und zugleich die Macht der Regeln, Credits und Zuschauerblicke zum Streitfall.

06

2019–2025 · Wien · Berlin · Zürich · Europa

Wer setzt den Körper aufs Spiel?

Holzingers Arbeiten verschalten Ballett, Stunt, Livekamera, Oper und Unterhaltung. Der reale Einsatz wird nicht automatisch zur Emanzipation erklärt.