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1999 · Frankfurt am Main
Wann wird eine Praxis zum Begriff?
Hans-Thies Lehmann bündelte ältere und zeitgenössische Praktiken in einer einflussreichen Theorie. Das Buch ist Karte, nicht Geburtsurkunde.
Fakt · verified
Postdramatisches Theater erschien 1999 im Verlag der Autoren; das Inhaltsverzeichnis nennt Vorgeschichten, Non-Hierarchie, Simultaneität, Körperlichkeit, Medien und politische Wahrnehmung.
Quellen PT-11: Postdramatisches Theater — Leseprobe · PT-12: Postdramatisches Theater — bibliografischer Datensatz
Einordnung · verified
Lehmann präzisierte 2010, dass der Begriff nur im fortbestehenden Bezug auf die dramatische Tradition sinnvoll bleibt.
Quellen PT-13: Postdramatic Theatre, A Decade Later · PT-14: Postdramatic Theatre Worldwide
Offene Grenze · open
Frühere Verwendungen des Ausdrucks und die globale Reichweite des westlichen Bezugsrahmens bleiben umstritten.
Quellen PT-14: Postdramatic Theatre Worldwide · PT-16: Look Who’s Looking! · PT-32: Postdramatic Dramaturgies — Resonances between Asia and Europe
Sechs Machtfragen
- Zugang
- Publikation, Übersetzung und Wissenschaft erzeugen Begriffsmacht.
- Arbeit
- Theoriearbeit wird von Bühnenpraxis unterschieden.
- Benennung
- Rückblickende Systematisierung, nicht Stilgründung.
- Zirkulation
- Frankfurter Buch, Übersetzungen und internationale Debatte.
- Archivierung
- Verlag, Katalog und AdK-Symposium.
- Kanonisierung
- Westlichen Rahmen und Gegenpositionen sichtbar halten.